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Résumé
Der vorliegende Artikel thematisiert die Problematik der Identitätskonstruktion von Afrodeutschen in der deutschen Gesellschaft im Kontext der Globalisierung und der Hybridisierung von Identitäten. Er demonstriert nicht nur die Wahrnehmung Afrodeutscher durch die deutsche Gesellschaft, sondern auch deren Selbstwahrnehmung und -definition sowie deren Positionierung als vollwertige Bürger. Der Artikel untersucht unter Berufung auf postkoloniale Theorien, wie Afrodeutsche ihre „hybride“ Identität innerhalb der deutschen Gesellschaft leben. In diesem Zusammenhang untersucht der Artikel, ob es ihnen gelingt, ein positives Selbstbild zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung zu etablieren. Der Aufsatz geht von der Hypothese aus, dass die Fremdwahrnehmung durch die weiße Mehrheitsbevölkerung bei Afrodeutschen häufig zu einer Kategorisierung als „Ausländer“ oder „Fremde“ führt, trotz ihrer deutschen Staatsbürgerschaft und kulturellen Verwurzelung, was das Zugehörigkeitsgefühl und die nationale Identifikation erschwert. Daraus ergibt sich, dass Afrodeutsche spezifische soziale Identitäten entwickeln, die von einer Hybridität geprägt sind, die eine nationale deutsche Identität mit einer Identität der schwarzen Diaspora verbindet.
